Essensplaner DIY mit kostenloser Druckvorlage

So, das neue Jahr ist ja schon etwas vorangeschritten, wie schnell die Zeit auch vergeht!
Ich hoffe sehr, dass Ihr alle gesund seid, denn hier ging es schon wieder heftig rum mit Krankheiten und auch ich und meine Familie blieben nicht verschont.

Habt Ihr gute Vorsätze zum Jahreswechsel? Ich mach mir eigentlich in den letzten Jahren nie welche, weil ich sie sowieso immer recht schnell über Board geworfen habe und das ziemlich frustrierend war.
Aber neulich bin ich über einen Artikel gestolpert, den ich echt gut fand. Vielleicht gefällt er Euch ja auch?
Der eine Vorsatz, der alles ändert, hier könnt Ihr ihn lesen.
Ich finde den Ansatz echt genial, müsste mir den Artikel vielleicht ausdrucken und in mein Notizbuch legen, damit ich ihn immer zur Hand habe.

 

DIY Essensplan

Nun will ich aber mal zum Thema kommen.
Es handelt sich zwar nicht um einen richtigen Vorsatz, aber ich habe eine Idee bei meiner Kollegin aufgeschnappt, die mir hoffentlich bei meiner Kochplanung helfen und dafür sorgen wird, weniger Essen wegzuschmeissen.
Oft ist es hier so, dass ich mir kurzfristig Gedanken mache, was ich kochen könnte oder ich bin im Supermarkt und sehe entweder etwas im Angebot oder ich hab auf etwas Lust, und wenn ich dann zu Hause bin bin ich zu faul es zu kochen weil ich einfach ko bin oder ich hab eben Lust auf etwas spezielles und kauf dann extra dafür ein, obwohl sich noch einige Reste angesammelt haben.
Und dann irgendwann kann man es nicht mehr essen und es landet im Müll (schliesslich will ich es auch nicht in mich hineinstopfen wenn ich schon genug gegessen habe oder aber satt bin).

Essensplan DIY

Ende Januar haben wir meine Kollegin besucht und mein Mann hat einen großen Bilderrahmen als Essensplaner in der Küche entdeckt. Er hat nachgefragt, ob der nur so da hängt oder auch genutzt wird.
Dann hat uns Ingrid ganz stolz erzählt dass der genutzt wird und ihr viel Stress erspart. Auf der Vorderseite stehen die Gerichte und auf der Rückseite die Hauptzutaten, die man eventuell speziell dafür braucht und nicht im Haus hat.

Mir hat die Idee gut gefallen und meinem Mann auch, so dass ich mir gleich im Kopf ausgemalt habe, wie mein Plan aussehen soll. Allerdings ein wenig anders umgesetzt.

Auf die Vorderseite habe ich ebenfalls die Gerichte geschrieben und bei allen Rezepten aus meinen Thermomix Kochbüchern habe ich die Seitenzahlen auf die Rückseite geschrieben. Alle anderen blieben leer. Die paar Rezepte, die auf einzelnen Ausdrucken herumflattern, wollte ich in naher Zukunft mal irgendwie schön zusammen heften.

DIY Kochplan

Ich hab dann ein bisschen bei Pinterest gestöbert und bin auf diesen tollen Küchenplaner gestoßen und war gleich Feuer und Flamme.

Daraufhin habe ich gleich ein bisschen Material besorgt, einiges hatte ich schon hier:

Du brauchst:

1 Holzbrett 60cm hoch, 20cm breit, 12mm dick von hier
Farbe, ich habe Chalky paint in grau benutzt, von hier
Sprühlack kupfer, von hier
Rest Baumwollkordel
8 Briefklemmen silber von hier
Laminierfolien in Visitenkartengröße von hier
Scrapbookingpapier oder anderes festes Papier, ca. 2 Bögen DIN A4

8 kurze Schrauben passend zum Holzbrett und den Briefklemmen (aus meinem Fundus)

Säge, Bohrer, Pinsel, Kreisstanzer groß und klein 16mm, Schraubenzieher/Akkuschrauber

Meine kostenlose Vorlage zum Ausdrucken der Menukärtchen und Wochentagaufkleber kannst du dir hier herunterladen (nur für den privaten Gebrauch).

Die letzen beiden Seiten sind entweder ohne Text oder mit Linien zum Beschreiben, so dass du dir deine eigenen Rezepttitel darauf notieren kannst.
Oder du gestaltest dir deine Kärtchen einfach selbst nach eigenem Gusto. Sie haben eine Größe wie Visitenkarten, 5.5cm breit und 8.5cm hoch.

Wie mache ich den Küchenplanner?
– die beiden Schrägen an der obereren Brettkante anzeichnen und absägen (ich habe je 5cm an den Seiten nach unten und 5cm an der Oberkante zur Mitte gemessen, um die Schrägen zu markieren)
– oben mittig in ca 4-5cm Abstand zur Kante ein Loch bohren.
– Brett in der gewünschten Farbe streichen (die Oberseite und alle Kanten rundherum, Rückseite ist nicht notwendig) und trocknen lassen. Mein Brett war schon in mint getrichen, aber mein Mann mag diese Farbe überhaupt gar nicht, da hab ich sie dann eben wieder umgestrichen, darum sieht der Look auch nicht so chalky aus, wie man eigentlich bei einer chalky Farbe erwarten würde…

 

– Um das Loch einen farbigen Kreis aufsprühen (ich hab mir mit einem Kreisstanzer eine Schablone gestanzt).

ACHTUNG: Die Schablone eventuell mit einem Sprühkleber aufkleben, denn mir ist der Farblack drunter gelaufen. Aber vielleicht erst mal auf der Rückseite testen, ob sich die Schablone danach wieder rückstandslos lösen lässt. Trocknen lassen.

– Die Menukärtchen ausdrucken und entweder mit einer Schere oder Cutter/Rollschneider und Lineal zurecht schneiden.
– Wenn gewünscht laminieren
– Kartenhalter aus Papier schneiden:
Rückseiten: 8 Stück je 10.5cm hoch und 6.8cm breit. Vorderseiten: 8 Stück je 3.5cm hoch und 6.8 cm breit

 

In die Vorderseiten eine Halbkreis mit einem Kreisstanzer anbringen (ich hab das eigentlich nur gemacht, damit mit man die Ananas auf den Kärtchen sehen kann :-), man kann die Kanten auch gerade lassen wie auf dem Beispiel oben von Pinterest)

– Die Vorderteile an die Unterkanten der Rückteile legen und beide teile ringsherum schmalkantig zusammen nähen, dabei an der Oberkante beginnen, damit man die Nahtüberlappung/Verriegelung später durch die Briefklemme verdeckt.
– Die Kreise für die Wochentage ausdrucken und mit einem 16mm Kreisstanzer auslochen; entweder auf Aufkleberpapier ausdrucken oder auf Druckerpapier und dann mit Kleber an den gewünschten Stellen anbringen.
– Die fertigen Kartenhalter auf dem Brett platzieren und die Briefklemmen mit etwas Überlappung auf die Oberkanten legen, so wie sie später „angeclipt“ werden.
– Jeweils mittig durch die Löcher der Buchklemmen mit einer Nadel oder einem schmalen Bleistift kleine Markierungen auf dem Brett anbringen.
– Briefklemmen anschrauben (das ist etwas fummelig, weil man nicht so gut rankommt. Eventuell kannst du die Löcher mit einem ganz kleinen Holzbohrer ein Stück vorbohren).
Durch das Loch ein Stück Kordel ziehen, die Enden verknoten und das Brett aufhängen.

Ich habe den 8. Halter eigentlich für die restlichen Karten gedacht, aber da es so viele sind,
passen sie nicht rein. Sie liegen nun in meiner Küchenschublade, mit dem all dem anderen Kram…
Du könntest also auch nur 7 Halter anbringen, den unteren für Sonntag zB alleine in der Mitte.
Oder wenn du eine andere Art der Anbringung hast, die mehrere Kärtchen aufbewahrt, geht das natürlich auch wie geplant mit 8 Haltern.

Besonders gut gefallen mir die Rezeptkarten mit Reste, ausser Haus essen, Brotzeit und Grillen :-).

Reste finde ich spitze, da ich das oft vergesse, dass wir noch viel übrig haben, und dann eben auch oft etwas weggeschmissen wird, und so kann man es eben einplanen, dass man die Reste der Vortage aufisst.
Beim ausser Haus essen muss ich nicht kochen :-).
Brotzeit ist auch easy, Kühlschrankinhalt auf den Tisch und beim Bäcker eben Semmeln und Co. und jeder bedient sich.
Und Grillen. Ja ich liebe Grillen. Ich könnte das jeden Tag essen (mein Mann leider nicht…), ich grille auch im Winter wenn ich Lust habe, da ist es mir auch egal, wie kalt es draussen ist. Wenn mir nach Grillen ist dann schmeiss ich den Grill an. Und wenn das Wetter einigermaßen warm ist dann könnte man mich auch so dazu überreden.
Obwohl, jetzt wo ich meinen DIY Kochplaner habe, ist ja eigentlich alles schon vorgeplant…
Mal sehen wie gut und wie lange wir uns daran halten…

Viel Freude mit deinem Kochplanner in Hangtag-Optik.

Kochplan DIY

Wenn er dir gefällt nimm meine Bilder gerne mit auf Pinterest und sag es Euch anderen weitere.

Welche Rezepte dürfen bei dir nicht fehlen?
Hast du ähnliche Ideen? Verlinke sie gerne in den Kommentaren.

 

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